Wissenswertes
Durch die globale Erwärmung und steigende CO2-Werte hat sich die Pollenbelastung erhöht und die Pollensaison verlängert
Tipps für Eltern
Der Umgang mit der allergischen Rhinits Ihres Kindes
Wird bei ihrem Kind eine allergische Rhinitis diagnostiziert, erleben Eltern oft ein Wechselbad von Gefühlen. Wichtig ist, dass Eltern selbst sehr gut über Allergien Bescheid wissen. Eltern die über die Hintergründe von Allergien informiert sind fällt es im Allgemeinen leichter das Richtige auch für Ihre Kinder zu tun. Eine Allergie ist keine schwere Krankheit und Eltern sollten mit ihren Kindern offen darüber sprechen. Das erleichtert den Umgang mit der Allergie.
Tipp 1: Behandeln Sie Ihr Kind generell nicht anders
Manchmal rückt die Krankheit durch die elterliche Sorge und Liebe zu sehr in den Vordergrund und verhindert, dass das Kind ein Gefühl der Unabhängigkeit und der Eigenverantwortung entwickelt. Kinder möchten jedoch nicht anders als ihre Altersgenossen behandelt werden. Der Wunsch „dazuzugehören“, kann das Kind dazu bringen unnötige Risiken einzugehen.
Möchte Ihr Kind etwas unternehmen, das die Allergie auslösen könnte, dann stellen Sie eigene Regeln auf. Erklären Sie Ihrem Kind offen Ihre Bedenken. Liebe, Verständnis und Unterstützung sind hier sehr wichtig!
Tipp 2: Geben Sie Ihrem Kind Freiräume und Verantwortung
Das Erfolgsrezept liegt darin, den Kindern für ihren eigenen Bereich Freiheit und Verantwortung zu übertragen – und das mit möglichst wenig Einschränkung und Überwachung.
Vorschüler
Eltern sollten mit ihren Kindern über die Symptome sprechen. Wird das Kind einbezogen, kann es die Krankheit und die Allergieauslöser besser verstehen.
Schüler
Kinder können sich am Beobachten der Pollensaison aktiv beteiligen. Kinder im schulpflichtigen Alter können Auslöser und Risiken in Zusammenhang mit Allergien im Allgemeinen sehr gut erkennen und verstehen.
Kinder müssen unbedingt die Möglichkeit haben zu spielen und beim Sport und bei anderen Aktivitäten zur Mannschaft ihrer Freunde und Freundinnen gehören.
Jugendliche
Eltern sollten Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich in den Umgang mit ihrer eigenen Gesundheit einzubringen. Gleichzeitig sollten Eltern jedoch auf die Folgen eines mangelhaften Umgangs mit Allergien nachdrücklich hinweisen.
Bleiben Sie stets gesprächsbereit. Greifen Sie nur wenn nötig ein, da dies die Phase ist, in der Sie sich zurückziehen und Ihrem Kind erlauben, über seine eigene Gesundheit zu bestimmen.
Teenager geben Gruppenzwängen oft nach und halten ihre Therapievorschriften dann nicht ein. Das Bedürfnis „dazuzugehören“ kann auch den verantwortungsbewussten Umgang des Jugendlichen mit seiner Erkrankung oder sogar seiner Gesundheit beeinträchtigen. Klare Vereinbarungen zu treffen sind in diesem Lebensabschnitt sehr wichtig!
Tipp 3: Gestalten Sie die Therapie für Kind und Eltern angenehm
Es ist wichtig, dass die Behandlung sowohl für die Eltern als auch für das Kind angenehm ist. Kleinkinder machen gerne Rollenspiele und können die Therapie an einer Puppe oder einem Spielzeug spielerisch nachstellen. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass die Therapie für die Kinder angenehm ist und sie ihre Bedürfnisse verstehen.
Bei schulpflichtigen Kindern, die gut auf Bilder, Videos, praktische Aktivitäten und Lernen in der Gruppe reagieren, empfiehlt es sich, sie mittels Analogien über Auslöser und Reizungen der Nasenschleimhäute und über Anfälle bei allergischer Rhinitis aufzuklären.
Wissen die Kinder erst mal über die Krankheit Bescheid, entwickelt man einen einfachen, verständlichen Aktionsplan. So können Kinder damit leichter selbst fundierte und vernünftige Entscheidungen für sich treffen.
